About Merino: das Schaf und die Wolle

Veröffentlicht am 6. September 2021 um 14:00

Und warum ich die so liebe.

Das Merinoschaf hat seinen Ursprung in Nordafrika, von wo aus es im Mittelalter nach Spanien kam. Mit Merinoschafen kam auch viel Ruhm nach Spanien und eine lange Zeit hielt Spanien das Monopol im Handel mit Merinos inne. Erst Ende des 18. Jahrhunderts, als die Merinoschafe nach Australien kamen, änderte sich das. Heute stammen die meisten Merinoschafe aus Australien und Neuseeland.

 

Der wichtigste Unterschied zwischen Merino und anderen Schafrassen ist die luxuriöse flauschige Wolle und die Tatsache, dass die Merinoschafe ihr Wollkleid nicht von selbst verlieren und mindestens einmal im Jahr geschoren werden müssen, sonst führt das Wollwachstum zur Verschlechterung der Gesundheit der Tiere.

 

Das raue Klima, dem die Merinoschafe ausgesetzt werden, hat zur Bildung besonderer und einzigartiger Eigenschaften der Wolle beigetragen: sie ist beständig gegen niedrige Temperaturen im Winter und verträgt ebenso problemlos die Sommerhitze. Und so ist auch die Kleidung, die daraus gemacht ist, sie wärmt bei kaltem Wetter und schützt vor Überhitzung im Sommer. Dabei ist das Merinogarn sehr leicht, weich und nicht kratzig.

 

Aufgrund ihrer Faserstruktur, die stark gewellt ist, ist die Merinowolle sehr elastisch und kann stark gedehnt werden, ohne dabei auszuleiern. 

Diese Eigenschaft sollte man beim Waschen der Kleidungsstücke nicht außer Acht lassen, denn im nassen Zustand wird das Kleidungsstück viel größer sein und man könnte leicht in Panik geraten. Aber keine Sorge, wenn man es in die richtige Form zum Trocknen hinlegt, zieht es sich wieder in die Ursprungsform zusammen.

Da die Merinowolle schmutzabweisend und selbstreinigend ist, müssen die Stricksachen aber selten gewaschen werden. Meist reicht es aus, die einfach auszulüften.

Außerdem hat das Merinogarn aufgrund des Gehalts von Wollfett Lanolin antibakterielle Eigenschaften und eignet sich hervorragend für Babykleidung oder für Kleidung für Menschen mit empfindlicher Haut. Das es traumhaft weich ist, habe ich ja schon oben erwähnt 😊.

Die Merinowollfasern sind sehr hygroskopisch und können bis zu 30% - 33% des Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und dadurch einem leichten Regen oder Schnee problemlos trotzen. Die Merinowolle hat aber nicht nur eine saugfähige, sondern auch eine feuchtigkeitsableitende Wirkung, wodurch der Wärmeaustausch nicht gestört und aufrechterhalten bleibt.

 

Wie viele andere Naturgarne hat auch Merinowolle ihren Preis. Bei richtiger Pflege und Lagerung hat man aber auch nach mehreren Jahren Gebrauch ein Wollprodukt, das sowohl optisch als auch funktional wie am ersten Tag der Fertigstellung ist.


«   »

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.