Verbinden von Garnenden

Veröffentlicht am 22. Februar 2021 um 18:00

Eine Methode das Garn ohne Knotenbildung zu verbinden.

Es gibt zwei Sachen beim Stricken, die ich ungern mache und da bin ich mit Sicherheit keine Ausnahme. Beide haben aber einen enormen Einfluss darauf wie das fertige Strickteil am Ende aussieht und auch sich beim Tragen anfühlt. Ich spreche hier vom Garnenden verbinden und die losen Enden im Gestrick verweben.

 

Es gibt viele Möglichkeiten die Fadenenden zu verbinden und ich habe so einige in den letzten Jahren ausprobiert, aber war von keiner so begeistert wie von dieser. An dieser Stelle sei gesagt, ich bin nicht die Erfinderin dieser Methode, weiß aber leider nicht mehr, wo ich die zum ersten Mal gesehen habe.

 

Das Schöne an dieser Methode ist, dass es am Ende keinen Knoten gibt und auch keine losen Enden, die man wieder im Gestrick verstecken muss. Allerdings erfordert diese Variante etwas Vorbereitung, je nach Garn Art mal mehr mal weniger. Aber es ist es wert, denn als Ergebnis bekommt man eine kaum wahrnehmbare Verbindung, die auch in glatten Strickmustern nicht sichtbar und nicht spürbar ist.

 

Alles was man dazu braucht, ist eine Schere, etwas Wasser, eine Unterlage zum Rollen und etwas, womit man die Garnenden in einzelne Fäden zerteilt (ich nutze hierfür eine Stopfnadel).

 

Die Verbindung erfolgt durch die Überlappung beider Garnenden. Hier ist es wichtig den Überlappungsbereich nicht zu kurz zu machen. Bei mir sind es immer ca. 15 – 20 cm.

Als erstes müssen beide Garnenden in einzelne Fäden zerteilt werden. Damit später an der Verbindungsstelle keine Verdickung entsteht, müssen beide Enden gleichmäßig ausgedünnt werden, um so beim Verbinden auf dieselbe Garnstärke wieder zu kommen. In meinem Beispielfall habe ich ein Garn mit 4 Fäden. Ich lasse jeweils 2 Fäden ungekürzt, jeweils einen Faden schneide ich bei ca. 15 – 20 cm ab und jeweils einen bei ca. 5 – 10 cm. Nun folgt das eigentliche Verbinden der Enden. Dazu müssen beide Enden nass gemacht werden und überlappend zusammengelegt werden. Auf einer Unterlage (oder Oberschenkel) werden diese nun hin und her gerollt, bis die Fadenenden sich ineinander verhakt haben. Ich investiere an dieser Stelle immer etwas mehr Zeit, um eine glatte homogene Garnverbindung zu erreichen und um sicher zu gehen, dass sich die Fadenenden nicht mehr lösen. Im Anschluss direkt verstricken, solange der Faden noch etwas Restfeuchte hat, sonst versteift sich das Garn und man erhält keine gleichmäßigen Maschen.

 

Diese Verbindungsmethode funktionierte bis jetzt bei allen Garnarten, die ich verstrickt habe und ist die einzige Methode (die ich kenne), die ohne Knoten oder anschließendem Fadenverweben auskommt. Die aber auch keine verdickten Stellen bildet.

 

Unter folgendem Link findest Du ein Video zu dieser Methode.

Wenn Du zu dieser Methode noch Fragen oder Anmerkungen hast, hinterlasse mir gerne einen Kommentar und ich melde mich bei Dir.


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