Stricken als Ruhepol in der Weihnachtszeit?

Veröffentlicht am 22. November 2020 um 12:00

Warum es jetzt die perfekte Zeit ist, um mit dem Stricken anzufangen.

Die Weihnachtszeit, die Zeit der Liebe und der Besinnung. Soweit das Konzept. Aber Hand aufs Herz, wer bleibt in dieser Zeit vom Stress verschont? Die meisten von uns hetzen doch von A nach B, erledigen die letzten Aufgaben, besorgen noch fehlende Geschenke und vergessen zwischendurch auch mal Luft zu holen, vom klaren Gedanken fassen mal ganz abgesehen. Das ist alles andere als besinnlich. Aber was kann helfen? Die Lösung für mich ist Stricken bzw. auch Häkeln. Denn ähnlich wie bei Yoga oder beim Meditieren kann man bei den rhythmisch-monotonen Abläufen und dem "Klackern" der Stricknadeln den Gedanken ihren freien Lauf lassen, den Alltagstrubel vergessen und einfach entspannen. Gleichzeitig wird beim Stricken im Körper das "Glückshormon" Serotonin freigesetzt, der für Ruhe und inneren Frieden sorgt. Das ist Weihnachten.

Aber das Stricken hat noch viel mehr zu bieten als nur für Ruhe zu sorgen. Es werden z.B. die Gedächtnisleistung und das Konzentrationsvermögen gesteigert, da beim Stricken beide Gehirnhälften beansprucht werden: die eine ist für die Koordination der Handbewegungen verantwortlich und die andere sorgt für logisches Denkvermögen und Vorstellungskraft. Auch das Durchhaltevermögen wird trainiert und das Selbstvertrauen wächst. Denn es bedarf einiges an Eigendisziplin, um ein Kleidungsstück fertig zu stricken und nicht mittendrin aufzugeben. Diese Erfahrung ist logischerweise nicht nur beim Stricken nützlich, sondern kann auch im Beruf und Leben helfen, auf dem Weg zu bleiben und sich den Herausforderungen zu stellen. Und wenn man sein fertiges Strickteil in den Händen hält, erfüllt es einen mit Freude und jeder Menge Stolz.

Noch ein weiterer Punkt, der für das Stricken spricht und für mich in den letzten Jahren zu einem der wichtigen geworden ist: Stricken ist nachhaltig. Denn Du selbst bestimmst aus welchen Materialien Dein Kleidungsstück wird, woher diese kommen und wie sie hergestellt worden sind. Auch geht man viel bewusster mit der selbstgestrickten Kleidung um, denn man weiß wieviel Arbeit und aber auch Liebe in jedem Teil steckt.

Und wenn wir schon von Liebe sprechen, was ist schöner als etwas handgemachtes zu Weihnachten geschenkt zu bekommen? Denn somit schenkt man nicht nur ein Gegenstand, sondern auch seine Zeit und Mühe und das ist etwas ganz Besonderes!

Also, nich lang schnacken, ran an die Stricknadeln und die letzten Geschenke mal selbst stricken!

Du suchst noch nach Inspirationen? In meinem letzten Blogbeitrag habe ich z.B. eine kostenlose Strickanleitung für einen Stirnband mit Twist veröffentlicht. Oder schau doch unter Events vorbei, da gibt es einen schönen Workshop für eine Häkelmütze.


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